Die Ausbildung
Aufgaben des Ausbilders
Ausbilder in der Feuerwehr: LM Robert Wagner
Hatte die Ausbildung früher das Image, bloß ein lästiges Übel zu sein welches möglichst schnell erledigt werden müsse, hat sich ihr Stellenwert in den vergangenen Jahren stark verbessert. Heute ist eine gute Ausbildung, neben modernen und einwandfrei funktionierenden Geräten, der Hauptfaktor für das Gelingen von einfachen, aber auch schwierigsten Einsätzen.
Lernen ist wie Rudern gegen den Strom, sobald man aufhört, treibt man zurück. (Benjamin Britten)
Die Ausbildung eines Feuerwehrmannes ist ein langwieriger, aber auch genau so interessanter Prozess. Dieser beginnt mit der so genannten Grundausbildung 2000, welcher großteils nach den Vorgaben des NÖ Landesfeuerwehrverbandes in der Feuerwehr durchgeführt wird. Etwa ein halbes Jahr dauert die Grundausbildung, in der der Anwärter das grundlegende Feuerwehrhandwerk erlernt. Verantwortlich für die Grundausbildung ist - wie könnte es anders sein - der Ausbilder, der sich hierfür zur Unterstützung der Chargen und Warte bedient. Die Inhalte sind insbesondere die Gerätekunde, organisatorische Grundlagen, verhalten im Einsatz und die Gefahrenlehre. Das Ende der Grundausbildung stellt der zweitägige Grundlehrgang dar, in der noch einmal alles wiederholt und geprüft wird. Nach der Grundausbildung (samt Grundlehrgang) kann der Feuerwehranwärter als Truppführer eingesetzt werden.
Den nächsten Schritt bildet die so genannte erweiterte Grundausbildung, welche folgende Lehrgänge umfasst:
- 16 stündiger Erste-Hilfe Kurs
- Atemschutzlehrgang
- Funklehrgang
- Einsatzmaschinistenausbildung
- Ausbildungsprüfung Technischer Einsatz
Um einer modernen und zielgerichteten Ausbildung entsprechen zu können, muss das in den Lehrgängen erlernte Wissen auch regelmäßig trainiert und angewendet werden. Dazu führen wir jährlich folgende Ausbildungen durch:
- 2 Schulungen
- 1 Fahrerschulung
- 6 Gesamtübungen
- 4 Gruppenübungen (pro Gruppe)
- Einsatzmaschinistenausbildung
- Wettkampfübungen
- sowie jede Menge "spontane" Übungen durch.
Neben der Grundausbildung 2000 obliegt uns auch die Aufgabe, die Funkgrundausbildung (Vorraussetzung für den Funklehrgang), sowie die Einsatzmaschinistenausbildung durchzuführen. Die Einsatzmaschinistenausbildung beinhaltet folgende Punkte:
- Der Kraftfahrer im Feuerwehrdienst
- Gerätekunde theoretischer Teil
- Gerätekunde praktischer Teil
- Fehlerkunde und Fehlerbehebung im Einsatz
- Wasserförderung über längere Strecken
Ein weiterer Bestandteil der Ausbildung sind die Wettkampfübungen. Die ein bis zwei Wettkampfgruppen trainieren zwei Mal wöchentlich für den sportlichen Wettkampf, was natürlich auch der Ausbildung (insbesondere der Theorie der Löschgruppe, das schnelle Kuppeln von Schläuchen und der körperlichen Ertüchtigung) zu gute kommt. Neben den Feuerwehrleistungsbewerben treten wir auch alle zwei Jahre zum technischen Hilfeleistungsabzeichen an, welches vor allem auf den technischen Einsatz vorbereitet. Weiters absolvierten viele Kameraden das Funkleistungsabzeichen und das Leistungsabzeichen in Gold (Feuerwehrmatura).
Wenn Du etwas so machst, wie Du es schon vor 10 Jahren gemacht hast, sind die Chancen groß, dass du es falsch machst. (Charles Kettering)
In den einmal pro Quartal stattfindenden Gruppenübungen üben die Gruppenkommandanten mit ihren Gruppen (ca. 9 Mann) eigenständig, und können so gezielt auf einzelne Schwächen eingehen. Diese neue Form der Ausbildung wurde bei uns Anfang 2005 eingeführt, und bewährt sich zusehends.
Zu guter Letzt steht den Kameraden noch eine große Anzahl an Lehrgängen im Bezirk oder in der Landesfeuerwehrschule zur Verfügung. Die Auswahl reicht hier von Führungslehrgängen, über Spezialkurse für die einzelnen Chargen und Sachbearbeiter bis hin zu technischen Lehrgängen aller Art.
Weitere Infos über die geleisteten Ausbildungstätigkeiten sind im Newsarchiv, sowie auf der Statistikseite zu finden.